
“Ich hatte immer sehr viel Angst auf der Straβe zu schlafen. Es können sehr viel schlimme Sachen passieren, wenn man nicht ständig auf der Hut ist. Deshalb habe ich versucht mich mit den Angestellten eines Bushalteterminals anzufreunden. Diese ließen mich dann nachts unter den parkenden Omnibusse schlafen. Da fühlte ich mich sicherer. Ich wohne nicht mit meiner Mutter, da sie mich verlassen hat. Auf der Straβe habe ich sie mal gesehen, wie sie die Leute um Geld anbettelte. Aber trotzdem ist sie meine Mutter. Sie hat es auch nicht einfach bei meinem Vater, der oft gewalttätig wird. Ich bin dann erst noch zu meiner Oma gebracht worden. Doch diese ist sehr krank, liegt im Bett und wird von meiner Schwester betreut. Das Haus meiner Oma ist aus Lehm und ich hatte immer Angst, dass es einstürzen könnte. Mein Bruder ist auch auf die Straβe gegangen. Ich habe mit Bernardo darüber gesprochen und er hat mir versprochen ihn hier im Dorf auf zu nehmen. Ich gehe zur Schule und spiele gerne Fußball. Ich hätte gerne eine Familie, in der alle sich gut verstehen.“