Antonio Gabriel

Helfen Sie Antonio Gabriel und übernehmen Sie eine Patenschaft.
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Meine Eltern leben getrennt. Ich lebte mit meiner Mutter, mit meinen 5 Brüdern und mit meinen beiden Schwestern zusammen.Keiner in meiner Familie ging einer Arbeit nach. Wir waren daher sehr arm und hatten wenig zu Essen. Dies war der Grund weshalb ich letztlich zur Strasse gegangen bin.

Auf der Strasse hatte ich viele Freunde, einer von ihnen hat mir einmal eine Hose und ein Hemd geschenkt, ein anderer hat mir mal Milch gegeben.

Ich habe auch einen Freund kennen gelernt, der mir immer mal wieder etwas Geld zusteckte. Sein Name war Henrique Jorge. Auch ein Frisör, den ich kennen gelernt hatte, gab mir immer mal wieder etwas Geld, mit welchem ich dann Lebensmittel für meine Familie gekauft habe. Aber jedes Mal wenn ich mal nach Hause zurückgekehrt bin, habe ich mich mit meiner Mutter gestritten.

Einmal, als ich an der Strandpromenade war, traf ich auf einen Mitarbeiter vom SOS. Er hat mich in seine Einrichtung mitgenommen und mir etwas zu Essen gegeben und mich am nächsten Tag wieder nach Hause gebracht.

Dort sahen mich dann alle sehr eindringlich an, denn sie dachten, dass ich etwas  verbrochen hatte. Ich weiß nur noch, dass ich mich sehr geschämt habe.

Es waren meine Freunde, die mir Drogen auf der Strasse angeboten haben. Ich habe die Drogen nicht gemocht, denn immer wenn ich diese konsumierte, konnte ich nichts mehr richtig wahrnehmen und fühlen. Ich hörte dann z.B. den Lärm eines vorbeifahrenden Busses nicht mehr und ich hatte auch immer große Probleme einzuschlafen.

Eines Tages hat mich Iara (Strassensozialarbeiterin vom OPN) besucht und auf diese Weise lernte ich dann auch den O pequeno Nazareno kennen.

Sie hat mir alles über das Leben im Nazarenodorf erzählt und gemeint, dass ich dort auch  wohnen könnte.

Ich finde es wunderschön hier auf dem Sítio, aber ich vermisse meine Freunde von der Strasse. In den Ferien fahre ich aber immer nach Hause und es geht mir heute besser als vorher. Ich streite auch nicht mehr so viel mit meiner Mutter.

 

 


 

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